Pädagogische Schwerpunkte unserer Einrichtung

 Unser Leitgedanke ist ein Satz von Piaget:

„Alles was ich einem Kind zeige, kann es nicht selbst erfahren.“

Die ganzheitliche Förderung eines jeden Kindes liegt uns sehr am Herzen, wobei der soziale und emotionale Aspekt großen Raum einnehmen.

 Unser Ziel ist es, jedes Kind zu einer Persönlichkeit heranwachsen zu lassen, die im Umgang mit seinen Mitmenschen die Grundelemente positiven Zusammenlebens wie Toleranz, Wertschätzung und Annahme lebt und weitergibt. Auf diesem Weg wollen wir die Kinder ein Stück weit begleiten.

 Unser Grundgedanke ist, nicht den Konsum jeglicher Art (Materialien, Medien, Freizeitstress ...) zu fördern, sondern Werte wie das „Miteinander-Reden“, das

 „Füreinander-Dasein“,  „Zeit füreinander haben“,  „Zuwendung“ und  „Liebe“

zu vermitteln.

 Auch die soziale Komponente stellt einen wichtigen Punkt dar. Teamfähigkeit, Gruppenfähigkeit, Kreativität, Selbstständigkeit, sozial-emotionale Intelligenz sollen gefördert werden.

 Jeder ist anders – wir müssen ihn nur anders sein lassen

 Für uns steht das ganzheitliche Lernen  im Vordergrund. Wir wollen den Kindern Lernprozesse ermöglichen, bei denen Erfahren, Entdecken und Erforschen am Anfang stehen. Die Bewegung, die Sinneswahrnehmung und die Erkenntnis spielen dabei eine große Rolle.

 Das Wohl des Kindes steht für uns an erster Stelle!

 Durch das Bewegen erfahren die Kinder Raum und Lage, sie wirkt sich positiv auf den Aggressionsabbau aus und fördert das Gleichgewicht.

 Beispiele: Spiele – Turnstunden – Aufenthalt im Freien

 Erleben in der Umwelt, Sinneserfahrungen oder Gespräche schulen die

Wahrnehmungsfähigkeit.

 Beispiele: Waldtage – Exkursionen in Betriebe – Matschtage – Spiele

 Das Betrachten eines Bilderbuches, am Basteltisch, im Märchenzimmer, ... überall dort bietet sich die Möglichkeit zur Konzentrationsförderung.

 Beispiele: Kimspiele – Märchenstunden – Fingerspiele – Lieder

 Eine besondere Bedeutung ist dem Bereich der Entspannung beizumessen. Die Kinder lernen Stille zu genießen und Ängste abzubauen. Dadurch entwickeln sich Selbstvertrauen und Kreativität. Durch die Ausgeglichenheit ist eine gesunde Harmonie erst möglich, die zu effektiven Lernerfolgen führt.

 Beispiele: Rhythmik – Mandalas – Stilleübungen – Musik – Kuscheltage

 Durch den Erwerb eines eigenen Zeitgefühles stellt sich bei den Kindern ein

Rhythmus ein, der sich positiv auf die Sprache, die Merkfähigkeit und die Körperkonzentration auswirkt.

 Beispiele: wiederkehrende Feste (St. Martin/Geburtstag ...) – Ballspiele – Reime und Wortspiele

 Kinder brauchen Rituale! Sie sind eine wichtige Orientierungshilfe im Alltagsleben. Die erworbenen Sicherheiten lassen eine größere Mitverantwortung zu und steigern das Lernverhalten ganz enorm. Konflikte scheine nicht mehr unlösbar und jeder lernt seine Gefühle zu stabilisieren.

 Beispiele: Stuhl- oder Morgenkreis – gemeinsames Essen – Geburtstagsfeiern  Mitbringtage

 Alle genannten Bereiche kommen individuell verschieden zum Tragen. Aber immer steht das Kind im Mittelpunkt. Seine emotionale Sicherheit steht an erster Stelle.

 Sie, liebe Eltern, können alles bereitstellen, was ein Kind für seine Entwicklung braucht: Herzenswärme, klare Regeln und genügend Spielraum. Daraus kann dann – unterstützt von uns – alles weitere erwachsen.

 Besonders im Bereich des Kinderhortes ist uns eine schulbegleitende und schulunterstützende Betreuung der Kinder wichtig.  Während der Lernzeit werden die Kinder individuell in ihren einzelnen Hausaufgabenbereichen und Lernprozessen motiviert und verstärkt, damit sie anhand von Erfolgserlebnissen ihr Selbstbewusstsein aufbauen, und somit Freude am Lernen entwickeln.

 Als Besonderheit des Kinderhorts gilt, dass er nicht für sich alleine steht, sondern räumlich und organisatorisch an den Kindergarten angegliedert ist. Dadurch haben wir die Möglichkeit, gemeinsame Aktionen durchzuführen, wie Märchenstunden der Hortkinder für die Kindergartenkinder, gemeinsame Ausflüge usw.

Im gemeinsam gelebten Alltag bietet sich allen Kindern die Möglichkeit  in sämtlichen Bereichen voneinander zu profitieren.

 Spielen ist das Lernen für das große Spiel , das Leben heißt.

 Unsere Einrichtung fördert ganz gezielt das Freispiel

Das Kind selbst entscheidet WAS, WO, mit WEM und WIE LANGE es spielen möchte. Es geht dabei in erster Linie um Spaß, nicht um ein vorzeigbares Ergebnis.

Im Spiel setzt sich das Kind mit seiner Umwelt und seinem Umfeld auseinander. Jedes Kind ist neugierig! Es will seine Umwelt entdecken und ist dabei voller Spannung, Erlebnishunger und dem Wunsch nach schöpferischer Tätigkeit.

Wir geben deshalb nicht vorschnelle Anleitungen. Somit hat das Kind die Möglichkeit seine Erfahrungen selbst zu sammeln.

Die Kinder entwickeln sich eigenverantwortlich und im individuellen  Rhythmus.

Sie lernen spielerisch Sozialverhalten wie Streiten, Vertragen, Teilen, Rücksicht nehmen und auch sich durchzusetzen.

Wir als Erwachsene müssen uns bewusst zurückhalten, dies kostet oft mehr Energie als das Einmischen.

Nur bei Bedarf helfen wir und suchen gemeinsam nach Lösungen.

Wir halten das Freispiel für besonders wichtig. Deshalb nimmt es bei uns einen großen Raum ein. die Kinder können durch die Vielfalt von Tätigkeitsprozessen  (Wahrnehmung, Bewegung, Handeln, Reden, Spielen) ihre eigene Persönlichkeit aufbauen.

Das Spielen setzt Phantasie frei und öffnet die Sinne für verschiedenste Erfahrungen. Im Spiel lernt das Kind, seine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

Es lernt, Regeln und Gestaltung des Spiels auszuhandeln und umzusetzen. Dabei setzt es seine sprachlichen Fähigkeiten ein und erweitert sie gleichzeitig. Das Kind trainiert seine Grob- und Feinmotorik, indem es immer neue Bewegungsherausforderungen annimmt.

Das selbst bestimmte Spielen fördert aus eigenen Impulsen alle Entwicklungsbereiche des Kindes  -  immer dann, wenn es für das Kind genau richtig ist.

 Unser Weg zur Schulfähigkeit

 Bereits mit dem Eintritt in  unseren Kindergarten beginnt die Schulvorbereitung.  Jedes Kind wird individuell seiner Fähigkeiten gefördert. Auf jeweilige Stärken und Schwächen  wird eingegangen, so dass bestmögliche Entwicklungsbedingungen geschaffen werden.

Die Kinder, die das letzte Jahr unseren Kindergarten besuchen sind bei uns die „Schukis“.

Im Rahmen der Kooperation mit der Grundschule stehen sie ganz besonders im Mittelpunkt.

Unter Berücksichtigung des jeweils eigenen Bildungsauftrages arbeiten wir verstärkt institutionalisiert und versuchen das Miteinander kreativ und abwechslungsreich zu gestalten. Neben gegenseitigen Besuchen, bei denen die Kinder das neue Umfeld Schule/Lehrer kennen lernen, werden das gesamte Jahr hindurch Projekte zur Zusammenarbeit geplant und umgesetzt, so z. B. gemeinsame Wandertage, gemeinsamer Besuch einer Theatervorstellung oder die „Schukis“ werden zur Weihnachtsfeier der Grundschule eingeladen.

 Für unsere „Großen“ gibt es ganz gezielte Angebote, welche sich über das Kindergartenjahr verteilen. Im „Zahlenland“ bekommen die Kinder Einblicke in die Mathematik. Spielerisch gehen sie mit Zahlen um und erlangen so die nötige Sicherheit für das spätere Lernen in der Schule.

 Beim gezielten Einsatz von Arbeitsmaterialien im Bereich Sprache oder Hören werden die Konzentration, die Ausdauer  und die Sprachkompetenz geschult.

Grundlegende Voraussetzungen für die Schule stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Als Beispiele wollen wir hier die Lernlust, die Neugier, das Selbstvertrauen, eine gewisse „innere Stärke“ und die Gemeinschaftsfähigkeit anführen.